38 Sekunden Blackout kosten Bozen Spiel 3

Ein weiterer bitterer Abend in der heimischen Halle für den HCB Südtirol Alperia. Die Foxes, die dank eines Doppelpacks von Bradley mit 2:0 führten und das Spiel voll unter Kontrolle hatten, kassierten in der 48. Minute innerhalb von 38 Sekunden drei Tore und wurden im dritten Viertelfinalspiel mit 3:2 vom HK Olimpija Ljubljana geschlagen. Die Slowenen gehen damit in der Serie mit 2:1 in Führung. Die Serie verlagert sich nun wieder in die Hala Tivoli, wo am Dienstag (19:15 Uhr) Spiel 4 stattfindet (live auf DAZN). Am Donnerstag folgt dann Spiel 5 in der Sparkasse Arena (19:45 Uhr).

Der Spielbericht: Coach Shedden stellte dieselbe Aufstellung wie in den ersten beiden Partien auf und nahm Brunner erneut in die Rotation auf. Nicht im Kader waren aufgrund von Rotation Miglioranzi, Cairns und Marchetti sowie der verletzte Larcher.

Die Foxes schlagen früh zu. In der 3. Minute spielt Schneider von hinter dem Tor einen starken Pass auf Bradley, der die Scheibe unter die Latte setzt. Die Weiß-Roten bleiben mit viel Tempo im Angriff und haben kurz darauf ein Powerplay, doch Tokarski macht die Tür zu. Mit zunehmender Spieldauer kommt auch Olimpija besser ins Spiel und wird durch Meyer und Boychuk gefährlich. Den Unterschied im ersten Drittel machen die Penalty-Killing-Formationen beider Teams: Sowohl Bozen als auch die Slowenen verteidigen fehlerfrei und Olimpija übersteht auch das zweite Powerplay der Weiß-Roten. Die beste Chance auf das 2:0 hat Misley: Nach dem Verlassen der Strafbank bringt die Nummer 18 die Scheibe im Alleingang vor Tokarski jedoch nicht aufs Tor.

Olimpija drückt zu Beginn des zweiten Drittels, doch Bozen kontrolliert zunächst das Spiel und wird dann selbst wieder gefährlich. In der 28. Minute findet Gildon Bradley, der allein vor dem gegnerischen Goalie auftaucht und erneut den Pfostenkreuzungspunkt trifft. Das 2:0 gibt den Foxes Auftrieb, die das Defensivdrittel der Slowenen unter Druck setzen. Tokarski verhindert jedoch mit Paraden gegen Schneider, Misley und Bradley weitere Gegentore, während die Südtiroler zwei weitere Powerplays ungenutzt lassen. Erst gegen Ende des Drittels wird Ljubljana wieder gefährlich, doch Harvey hält stark gegen Sabolic und Mahkovec.

Bozen wirft das Spiel schließlich innerhalb von nur 38 Sekunden selbst weg – in der 48. Minute, als die Partie eigentlich unter Kontrolle schien. Gennaro muss auf die Strafbank und Mahkovec trifft direkt zum Anschlusstreffer. Nur 14 Sekunden später lässt die weiß-rote Defensive zu viel zu: Gregorc bringt MacWilliam zum Schuss, und die Scheibe rutscht mit einer unglücklichen Ablenkung vom Schläger von Seed ins Tor. Weitere 24 Sekunden später geht Olimpija sogar in Führung: Fehler der Foxes in der neutralen Zone, Drozg spielt zu Meyer, der vor Harvey eiskalt bleibt. Bozen ist geschockt und Meyer trifft kurz darauf sogar noch den Pfosten. In den letzten sechs Minuten drängen die Weiß-Roten nach vorne, lassen jedoch ein weiteres Powerplay ungenutzt und kommen mit Bradley noch zweimal gefährlich vors Tor. Am Ergebnis ändert sich jedoch nichts mehr.

 

HCB Südtirol Alperia – HK Olimpija Ljubljana 2 – 3 [1-0; 1-0; 0-3] – Serie: 1-2

Tore: 02:52 Matt Bradley (1-0); 27:24 Matt Bradley (2-0); 47:01 Marcel Mahkovec PP1 (2-1); 47:15 Andrew MacWilliam (2-2); 47:39 Nicolai Meyer (2-3)

Torschüsse: 28-20
Strafminuten:
8-14

Schiedsrichter: Piragic, Zrnic / Puff, Zgonc
Zuschauer: 3.920