Bitterer Abend für den HCB Südtirol Alperia in der Eisarena: Der EC Red Bull Salzburg setzt sich mit 7:4 durch – nach einem Spiel, in dem die Weiß-Roten zu Beginn des zweiten Drittels noch mit zwei Toren in Führung gelegen hatten. Anschließend ermöglichten eine Reihe von Episoden und Defensivfehlern den Österreichern die Wende; sie machten den Sieg schließlich nach einer hektischen Schlussphase perfekt. Die Red Bulls setzen sich damit von Bozen ab, bleiben auf Rang drei und bauen den Vorsprung auf die Foxes auf +3 aus. Für Bozen stehen in der kommenden Woche drei weitere Spiele an: am Mittwoch in Innsbruck (19:15 Uhr, live auf DAZN), am Freitag zu Hause erneut gegen die Tiroler (19:45 Uhr) und am Sonntag in Wien (17:30 Uhr, live auf TV33).
Der Spielverlauf: Coach Shedden schont im Rahmen des Turnovers Harvey und Gennaro, zudem fehlen die verletzten Vallini und Barberio. Im Tor steht Gibson, während Marchetti wieder in die Rotation zurückkehrt.
Kaum angepfiffen, geht Bozen nach 82 Sekunden in Führung: Ein Distanzschuss von Gildon wird vom Schlittschuh von Pollock ins Tor abgefälscht. Die Antwort der Red Bulls lässt nicht lange auf sich warten: Im Powerplay gleichen sie in der 6. Minute durch eine erfolgreiche Ablenkung von Thomas Raffl nach einem Direktabschluss von Peter Schneider aus. Es folgt eine lange Druckphase der Foxes: Tolvanen glänzt zunächst bei einem Hochkaräter von Schneider, pariert anschließend auch gegen Digiacinto bei Überzahl für Bozen und hat schließlich Glück, als Mantenuto nur die Querlatte trifft. Die Weiß-Roten erspielen sich viele Chancen, nutzen sie jedoch nicht – so endet das erste Drittel mit 1:1.
Zu Beginn des Mittelabschnitts überstehen die Foxes zunächst eine Unterzahlsituation und gehen dann in der 23. Minute erneut in Führung: Gazley schickt Brunner steil, der mit einem platzierten Schuss ins Kreuzeck Tolvanen am kurzen Pfosten überrascht. Wenig später darf Bozen erneut in Überzahl agieren und legt das dritte Tor nach: Pollock bedient Gersich mustergültig, der aus kurzer Distanz keine Mühe hat. Salzburg reagiert jedoch und verkürzt in der 27. Minute: Bourke feuert einen Schuss ab, den Gibson mit dem Helm abwehrt, doch Huber reagiert am schnellsten und staubt ab. Zur Spielhälfte folgt die Schlüsselszene der Partie: Bozen ist in Unterzahl, als eine sehr harte und gefährliche Attacke von Michael Raffl gegen Mantenuto – auch nach Videoreview – lediglich mit zwei Strafminuten geahndet wird. Die Foxes verlieren daraufhin den Schwung der ersten 24 Minuten, und Salzburg nutzt dies in der 32. Minute: Gildon patzt hinter dem eigenen Tor, schenkt Baltram die Scheibe, der sie unhaltbar ins Kreuzeck jagt – Ausgleich. Die Hausherren bleiben am Drücker und gehen in der 37. Minute sogar in Führung: Lewington spielt einen präzisen Pass auf Nissner, der Gibson am langen Pfosten bezwingt. Es folgen zwei aufeinanderfolgende Strafen gegen Bozen, und in doppelter Überzahl erzielen die Red Bulls in der 39. Minute durch Thaler auch noch das 5:3.
Im dritten Drittel tut sich Bozen schwer, das Offensivspiel konstant aufzuziehen, während Salzburg defensiv gut organisiert bleibt. Die Zeit verrinnt, die Foxes lassen auch eine weitere Überzahl ungenutzt, doch in der 55. Minute keimt noch einmal Hoffnung auf: Ein Schuss von Cairns wird vom Knie von McClure abgefälscht, prallt an den Helm von Baltram und landet im Tor. Keine zwei Minuten später folgt jedoch der nächste Defensivfehler der Gäste, den Michael Raffl eiskalt nutzt: Allein vor Gibson trifft er mit der Rückhand zum 6:4. Damit ist es noch nicht ganz vorbei. Bozen verkürzt nochmals durch Mantenuto, doch nach Videobeweis wird der Treffer wegen Torhüterbehinderung durch Schneider aberkannt – dieser schien jedoch klar von Baltram in den Torraum gedrängt worden zu sein. Den Schlusspunkt zum endgültigen 7:4 setzt schließlich erneut Michael Raffl mit einem Treffer ins leere Tor.
EC Red Bull Salzburg – HCB Südtirol Alperia 7 – 4 [1-1; 4-2; 2-1]
Tore: 01:22 Brett Pollock (0-1); 05:11 Thomas Raffl PP1 (1-1); 22:21 Pascal Brunner (1-2); 24:40 Shane Gersich PP1 (1-3); 26:48 Mario Huber (2-3); 31:34 Florian Baltram (3-3); 36:09 Benjamin Nissner (4-3); 38:54 Lucas Thaler PP2 (5-3); 54:24 Brad McClure (5-4); 56:04 Michael Raffl (6-4); 59:55 Michael Raffl EN (7-4)
Torschüsse: 33-32
Strafminuten: 12-12
Schiedsrichter: Fichtner, Smetana / Gatol, Riecken
Zuschauer: 3.284