Am Mittwoch, den 4. Februar, um 19:30 Uhr, findet in der Südtiroler Landeshauptstadt ein hochkarätiges Freundschaftsspiel zwischen der italienischen Nationalmannschaft von Jukka Jalonen und Deutschland statt. Beide Teams werden wenige Tage später bei den Olympischen Winterspielen Mailand–Cortina 2026 im Einsatz sein.
Der Countdown läuft. In wenigen Wochen fällt der Startschuss für die Olympischen Winterspiele Mailand–Cortina 2026. Eine der „Königsdisziplinen“ wird wie gewohnt das Eishockey sein: Erstmals seit Sotschi 2014 werden zudem wieder die NHL-Stars mit dabei sein.
Bevor sich die Scheinwerfer auf die Milano Santagiulia Ice Hockey Arena und die Milano Rho Ice Hockey Arena richten, absolviert die italienische Nationalmannschaft ab Montag, den 2. Februar, ein kurzes Trainingslager in der Sparkasse Arena in Bozen. Den Höhepunkt bildet ein hochklassiges Freundschaftsspiel gegen Deutschland, organisiert vom italienischen Eissportverband FISG in Zusammenarbeit mit dem Hockey Club Bozen. Das Spiel findet am Mittwoch, den 4. Februar, um 19:30 Uhr statt und bietet eine einmalige Gelegenheit, den letzten Test der Azzurri vor dem olympischen Turnier live zu erleben – an dem Italien zuletzt bei den Spielen von Turin 2006 teilgenommen hatte. Acht Spieler des HCB wurden einberufen: Torhüter Gianluca Vallini, die Verteidiger Dylan Di Perna und Jason Seed sowie die Stürmer Matt Bradley, Cristiano Digiacinto, Luca Frigo, Dustin Gazley und Daniel Mantenuto. Die Partie wird im Livestream auf FISG.tv übertragen.
Der Ticketverkauf
Tickets für das Spiel sind ab Dienstag, den 27. Januar, um 15:00 Uhr online auf der Website
https://www.midaticket.it/eventi/hockey-club-bolzano/ erhältlich.
Der Vorverkauf findet außerdem am Dienstag, den 3. Februar, von 16:00 bis 18:00 Uhr im HCB-Büro (Sparkasse Arena, 2. Stock) sowie an den Stadionkassen am Spieltag von 13:00 bis 14:30 Uhr und ab 17:30 Uhr statt.
Folgende Kategorien sind verfügbar:
- Seitentribünen A/C, Sektoren D/H (Kurve), Vollpreis: 14 €
- Seitentribünen A/C, Sektoren D/H (Kurve), KID (6–15 Jahre): 7 €
- Sektoren A Premium und C Premium: 22 €
- Sektor C Premium KID (6–15 Jahre): 11 €
- Kinder 0–5 Jahre, Menschen mit Behinderung ab 75 %: 1 €
Abonnenten des Hockey Club Bozen haben zum Sonderpreis von 1 € Zutritt zum Spiel. Dazu genügt die Eingabe des eigenen CODPR des Abonnements beim Online-Ticketkauf oder die Teilnahme am Vorverkauf am Dienstag, den 3. Februar, um auch den eigenen Sitzplatz zu behalten. Das Vorkaufsrecht für Abonnenten endet am 3. Februar um 20:00 Uhr.
Die Azzurri
Das Team von Cheftrainer Jukka Jalonen sowie den Assistenztrainern Giorgio De Bettin und Stefan Mair schaffte im vergangenen Jahr dank des zweiten Platzes bei der Weltmeisterschaft der Division I, Gruppe A in Sfântu Gheorghe (Rumänien), den Aufstieg in die Top Division.
Zur Vorbereitung auf das große olympische Ereignis stand die Nationalmannschaft während der beiden internationalen Pausen im Rahmen der neu gegründeten European Cup of Nations auf dem Eis:
Im November erreichte Italien in Sosnowiec (Polen) den zweiten Platz – mit einer 2:4-Niederlage gegen den Gastgeber sowie Siegen mit 5:4 nach Verlängerung gegen Großbritannien und 3:2 gegen Slowenien.
Im Dezember folgte in Budapest ein 2:1-Erfolg gegen Ungarn, danach jedoch Niederlagen gegen Polen (2:4) und Frankreich (1:2).
Am Dienstag, den 20. Januar, gab der italienische Trainerstab die Nominierungen für die Olympischen Spiele Mailand–Cortina 2026 bekannt, die hier einsehbar sind.
Bei den Olympischen Spielen wurden die Azzurri der Gruppe B zugelost und treffen dort auf Schweden (11. Februar, 21:10 Uhr), die Slowakei (13. Februar, 12:10 Uhr) und Finnland (14. Februar, 16:40 Uhr). Nach Abschluss der Gruppenphase kehrt Italien am 17. Februar – Uhrzeit und Spielort noch offen – für das Playoff-Spiel um den Einzug ins Viertelfinale aufs Eis zurück.
Vom 16. bis 25. Mai kämpft Italien zudem um den Klassenerhalt bei der Weltmeisterschaft der Top Division in der Schweiz. In Gruppe B in Freiburg trifft das Team von Jalonen der Reihe nach auf Kanada, die Slowakei, Norwegen, Tschechien, Schweden, Dänemark und Slowenien.
Deutschland
Die von Bundestrainer Harold Kreis betreute Mannschaft, die im vergangenen Jahr überraschend die Playoffs der WM Top Division verpasste, veröffentlichte am 7. Januar ihr olympisches Aufgebot. Darunter befinden sich auch sechs NHL-Spieler: Torhüter Philipp Grubauer, Verteidiger Moritz Seider sowie die Stürmer Leon Draisaitl, JJ Peterka, Nico Sturm und Tim Stützle. Die vollständige Liste aller Nominierten – einschließlich der acht Spieler für das Trainingslager in Bozen – ist hier abrufbar:
https://www.deb-online.de/2026/01/07/olympia-2026-kader-maenner/
In dieser Saison nahm Deutschland im November an der European Cup of Nations teil und spielte in einer Gruppe mit der Slowakei (3:0-Sieg), Lettland (4:1-Sieg) und Österreich (2:5-Niederlage).
Bei den Olympischen Spielen tritt Deutschland in Gruppe C gegen die USA, Dänemark und Lettland an. Das beste olympische Ergebnis der Deutschen ist die Silbermedaille von Pyeongchang 2018, als sie im Finale erst in der Verlängerung gegen die Olympischen Athleten aus Russland unterlagen und nur knapp ein „Wunder auf dem Eis“ verpassten.
Die letzten direkten Duelle
Italien und Deutschland sind seit über drei Jahren nicht mehr aufeinandergetroffen. Das letzte Aufeinandertreffen datiert vom 20. Mai 2022, als Deutschland bei der WM Top Division in Finnland mit 9:4 gewann. Das gleiche Ergebnis gab es nahezu auf den Tag genau ein Jahr zuvor (21. Mai 2021) bei der Weltmeisterschaft in Riga. Am 13. Mai 2017 in Köln siegte Deutschland mit 4:1.
Bei Olympischen Winterspielen standen sich die beiden Teams zuletzt bei den Spielen von Turin 2006 in derselben Gruppe gegenüber. Am 18. Februar 2006 endete das Spiel im Olympischen Palasport von Turin 3:3. Die Azzurri lagen durch Tore von John Parco, Toni Iob und Christian Borgatello lange in Führung, ehe Marcel Goc in Minute 58:43 den Ausgleich erzielte.
Kuriosum: Der letzte Sieg Italiens gegen Deutschland stammt aus einem olympischen Qualifikationsturnier. Am 8. Februar 2013 gewann Italien mit 2:1 durch ein Overtime-Tor von Nate DiCasmirro.