Brief des Geschäftsführers Dieter Knoll an die Fans

Liebe Fans, liebe Anhänger, liebe Unterstützer des HCB,
wir sind alle natürlich sehr enttäuscht über dieses Saisonende. In diesen Playoffs hatten wir uns deutlich mehr erwartet und können mit dem Ausscheiden – insbesondere mit der Art und Weise, wie es zustande gekommen ist – keinesfalls zufrieden sein.

Es war eine eigenartige Saison. Der Spielplan war so intensiv wie noch nie zuvor: vom Trainingslager Mitte August über die Champions Hockey League mit drei Auswärtsreisen nach Skandinavien bis hin zu den zahlreichen Einsätzen vieler Spieler der italienischen Nationalmannschaft, die an jedem Trainingslager teilgenommen und sogar die olympische Erfahrung gemacht haben – faktisch ohne Unterbrechung in den letzten sieben Monaten. Die Mannschaft hat mehrfach gezeigt, dass sie über hohe Qualität verfügt, was auch durch eine sehr gute CHL-Kampagne unterstrichen wurde, es mangelte jedoch an Konstanz in der Meisterschaft. Wenn wir die Enttäuschung für einen Moment beiseitelassen, können wir dennoch sagen, dass wir unsere ersten Ziele erreicht haben: die direkte Qualifikation für die Playoffs, die Top Six und auch einen Platz unter den ersten vier. Aus dieser Sicht ist die Bilanz sicherlich positiv. Auf der anderen Seite müssen wir jedoch alles berücksichtigen: die Leistungseinbrüche in den Playoffs und auch in anderen wichtigen Spielen dieser Saison haben uns teuer zu stehen gekommen. Auch der Verein wird analysieren müssen, wo die Hauptprobleme bzw. Fehler auf allen Ebenen lagen.

Wir möchten dennoch Olimpija Ljubljana zu dieser Leistung gratulieren. Das Team hat im Laufe der Saison gezeigt, dass es auf sehr hohem Niveau spielt, und wir wussten, dass es zu den schwierigsten Gegnern in den Playoffs zählen würde. Zudem möchten wir klarstellen, dass wir – auch wenn wir die Enttäuschung nach dem Spiel verstehen – die Entscheidung von Coach Doug Shedden, nicht am traditionellen „Handshake“ am Ende der Partie teilzunehmen, nicht teilen: Als HCB haben Fairness und Respekt gegenüber dem Gegner immer oberste Priorität, und diese Werte dürfen niemals fehlen.

Mit Blick auf die Zukunft haben wir bereits gemeinsam mit all unseren Mitarbeitern einen Weg eingeschlagen, der uns besser vorbereitet und bewusster in die nächste Saison führen soll – auch dank der Erkenntnisse aus den letzten Monaten und ganz allgemein aus den vergangenen Spielzeiten. Bereits in den kommenden Wochen werden die ersten wichtigen Entscheidungen getroffen.

Wir wissen, dass die Erwartungen in Bozen immer sehr hoch sind, und genau das spornt uns an, neu zu starten und es besser zu machen. Wir verstehen eure Enttäuschung, die auch unsere ist, aber wir werden hart arbeiten, um euer weiß-rotes Herz weiterhin stark schlagen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Dieter Knoll