Bozen, Red Bull München, Lausanne und Grenoble beim Südtirol Summer Classic 2026

Kein Sommer ohne Südtirol Summer Classic by Sparkasse. Die sechste Auflage des mittlerweile traditionellen Sommerturniers, das vom HCB Südtirol Alperia organisiert wird, steht am Wochenende des 29. und 30. August 2026 auf dem Programm. Neben den Foxes nehmen drei hochkarätige Mannschaften teil: Aus Deutschland kommt Red Bull München, aus der Schweiz der Lausanne HC und aus Frankreich die Brûleurs de Loups de Grenoble. Für alle drei Teams ist es die Premiere beim Vierer-Freundschaftsturnier in der Sparkasse Arena.

Das Programm sieht am Samstag, 29. August, um 16:00 Uhr das erste Halbfinale zwischen Red Bull München und Lausanne vor: ein besonderes Spiel, denn in den Reihen der Red Bulls wird Dominik Kahun auf dem Eis stehen, der im vergangenen Jahr noch für die Schweizer im Einsatz war und nach acht Jahren, in denen er in der NHL und in der Schweizer National League gespielt hat, nach München zurückkehrt. Um 20:00 Uhr treffen dann die Hausherren auf Grenoble, den französischen Vizemeister und die erste transalpine Mannschaft, die am Südtirol Summer Classic teilnimmt. Am Sonntag, 30. August, steht um 16:00 Uhr das Spiel um Platz drei auf dem Programm, um 20:00 Uhr folgt das Finale um den Turniersieg. Informationen zum Ticketverkauf werden zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

Red Bull München
Gegründet im Jahr 1998 als HC München 98, änderte der deutsche Club 2004 seinen Namen in EHC München und arbeitete sich durch die verschiedenen nationalen Ligen nach oben, bis 2010 der Aufstieg in die DEL gelang. 2011 folgte schließlich die Partnerschaft mit Red Bull. In den vergangenen zehn Jahren hat sich München als eine der Spitzenmannschaften der DEL etabliert, die der Club zwischen 2016 und 2018 dreimal in Folge sowie erneut 2023 gewinnen konnte. In der abgelaufenen Saison beendeten die Red Bulls die Regular Season auf dem vierten Platz und schieden anschließend im Halbfinale gegen Mannheim aus. München ist nach Nürnberg (2019 und 2025), Düsseldorf (2022) und Straubing (2023) die vierte deutsche Mannschaft beim Summer Classic.

In München gibt es mehrere bekannte Gesichter, allen voran Chris De Sousa, der 2018 mit Bozen die Karl Nedwed Trophy gewann und seit 2022 in Bayern unter Vertrag steht, wo er sich mit zahlreichen Toren in die Herzen der Fans gespielt hat. Dazu kommen viele alte Gegner, darunter die ehemaligen Salzburger Lukas Thaler, Ryan Murphy, Philipp Krening, Trainer Oliver David und der junge Philipp Sinn, der vor wenigen Tagen als ungedrafteter Spieler auch einen Vertrag in der Organisation der San Jose Sharks erhalten hat. Zu den Spielern, die bei den Olympischen Spielen Mailand-Cortina 2026 das Trikot Deutschlands getragen haben, zählen neben dem bereits erwähnten Kahun auch Tobias Eder und Fabio Wagner.

Der HCB hat seit 51 Jahren nicht mehr gegen eine Mannschaft aus der bayerischen Landeshauptstadt gespielt: Am 11. Oktober 1975 trafen die Weiß-Roten in der Rom-Straße auf Münchens Vorgängerverein EHC 70 München und gewannen mit 9:4. Das andere Aufeinandertreffen, ebenfalls ein Freundschaftsspiel, datiert vom 14. Oktober 1972, ebenfalls in Bozen, als sich der HCB mit 12:2 durchsetzte.

Lausanne HC
Der traditionsreiche Schweizer Club wurde 1922 gegründet. Lausanne ist nach Ambrì-Piotta (2022), Fribourg-Gottéron (2023) und dem EHC Kloten (2025) der vierte Schweizer Teilnehmer am Südtirol Summer Classic. Zwar konnte der Club aus der Hauptstadt des Kantons Waadt die National League nie gewinnen und scheiterte viermal knapp am Titelgewinn (1950, 1951, 2024 und 2025), dafür sicherte sich Lausanne in seiner Geschichte siebenmal den Titel in der zweithöchsten Schweizer Liga. Seit 2013 ist der Club fester Bestandteil der National League. Im vergangenen Jahr belegte Lausanne in der Regular Season den sechsten Platz und schied anschließend in Spiel sieben des Viertelfinals gegen Genève-Servette aus.

Im Kader stehen auch einige Mitglieder der Schweizer Nationalmannschaft, die Vizeweltmeister wurde, darunter Damien Riat und Theo Rochette, dazu Michael Fora, der die Weltmeisterschaft verletzungsbedingt verpasste, aber bei den Olympischen Spielen dabei war. Auch die schwedische Nationalmannschaft ist mit Erik Brännström vertreten. Ein besonderes Augenmerk gilt zudem dem Topscorer der vergangenen Saison, dem US-Amerikaner und ehemaligen NHL-Spieler Austin Czarnik.

Auch in diesem Fall liegen die bisherigen Duelle bereits lange zurück: Man muss die Zeit fast 70 Jahre zurückdrehen. Bozen und Lausanne trafen zwischen 1957 und 1960 dreimal aufeinander, jeweils in Freundschaftsspielen. Am 9. November 1957 setzten sich die Schweizer vor 2.500 Zuschauern im Palafiera in der Rom-Straße mit 5:4 durch. Am 3. Dezember desselben Jahres revanchierten sich die Weiß-Roten in Lausanne vor 3.000 Zuschauern in Montchoisi mit einem 5:2-Sieg. Am 15. November 1960 ging es zurück in die Rom-Straße, wo Bozen diesmal einen klaren 10:3-Erfolg feierte.

Brûleurs de Loups de Grenoble
Der französische Club wurde 1963 als Grenoble HC gegründet und verfügt über eine beachtliche Titelsammlung, darunter neun französische Meisterschaften, zuletzt 2025, sowie fünf französische Pokalsiege. Im vergangenen Jahr verpasste Grenoble nach Platz zwei in der Regular Season den zehnten Meistertitel nur knapp und verlor die Finalserie gegen Bordeaux mit 1:4. Ebenfalls in der Saison 2025/26 gelang den Franzosen erstmals in ihrer Geschichte die Qualifikation für die K.-o.-Phase der Champions Hockey League: Grenoble beendete die Regular Season auf Rang 14 und schied in der ersten Playoff-Runde gegen den späteren Champion Frölunda aus.

Das Tor der Franzosen hütet Matija Pintaric, über viele Jahre Torhüter der slowenischen Nationalmannschaft und von 2008 bis 2012 in der EBEL bei Olimpija Ljubljana aktiv. Auf der Liste der Spieler, die man im Auge behalten sollte, darf außerdem der Kanadier Nicolas Deschamps nicht fehlen: 2015 absolvierte er auch zehn Spiele für Wien, seit 2021 spielt er in Grenoble, wo er bereits 303 Punkte in 273 Partien gesammelt hat und seit Jahren zu den besten Angreifern der Ligue Magnus zählt.

Zwischen den beiden Mannschaften gibt es nur ein historisches Aufeinandertreffen: Am 26. Oktober 1968 gewannen die Franzosen im Palafiera in der Rom-Straße ein Freundschaftsspiel mit 4:1.

Hockey Club Bozen

Der HCB wurde 1933 gegründet und ist eine echte Institution des italienischen Eishockeys. Mit dem Rekord von 19 gewonnenen Meistertiteln sowie 1 Sechs-Nationen Turnier, 1 Alpenpokal, 1 Alpenliga, 3 Italienpokalen und 4 italienischen Supercups sind die Weiß-Roten die erfolgreichste Mannschaft auf italienischem Boden. Seit 2013 spielen die Foxes in der mitteleuropäischen ICE Hockey League, die sie gleich im ersten Jahr ihrer Teilnahme 2014 und erneut 2018 gewinnen konnten. Zudem erreichten sie 2021 und 2023 das Finale. Bis heute ist Bozen die einzige nicht-österreichische Mannschaft, die die Karl Nedwed Trophy gewinnen konnte, und das einzige italienische Team, das fünfmal an der Champions Hockey League teilgenommen hat.

Die Sparkasse Arena
Die „Heimat“ der Foxes ist die Sparkasse Arena, die 1993 eröffnet und anlässlich der 1994 in Italien ausgetragenen Weltmeisterschaft gebaut wurde. Auch in der Saison 2025/26 füllten die Fans erneut die Ränge. Die Sparkasse Arena verzeichnete zwischen Meisterschaft und Champions Hockey League einen Zuschauerschnitt von 3.317 Fans pro Spiel: Insgesamt kamen in 30 Partien zwischen Regular Season, Playoffs und CHL 99.530 Zuschauer in die Arena. Die Regular Season der ICEHL brachte mit 3.375 Zuschauern pro Spiel den höchsten Schnitt in der Geschichte des HCB, wobei die ausverkauften Derbys gegen den HC Pustertal am 31. Oktober 2025 und 1. Februar 2026 mit jeweils 6.738 Zuschauern den Höchstwert darstellten.

Programm

Samstag, 29. August
16:00 Uhr – EHC Red Bull München vs Lausanne HC
20:00 Uhr – HCB Südtirol Alperia vs Grenoble

Sonntag, 30. August
16:00 Uhr – Spiel um Platz 3
20:00 Uhr – Finale

Ehrentafel Südtirol Summer Classic by Sparkasse

2019
1. HCB Südtirol Alperia (ITA)
2. Stavanger Oilers (NOR)
3. Thomas Sabo IceTigers (GER)
4. Rytiri Kladno (CZE)

2022
1. Düsseldorfer EG (GER)
2. HCB Südtirol Alperia (ITA)
3. HC Skoda Plzen (CZE)
4. HC Ambrì-Piotta (SUI)

2023
1. Fribourg-Gotteròn (SUI)
2. Straubing Tigers (GER)
3. HCB Südtirol Alperia (ITA)
4. Slovan Bratislava (SVK)

2024
1. HC Kosice (SVK)
2. Spisska Nova Ves (SVK)
3. Asiago Hockey (ITA)
4. HCB Südtirol Alperia (ITA)

2025
1. HCB Südtirol Alperia (ITA)
2. Skoda Plzen (CZE)
3. EHC Kloten (SUI)
4. Nürnberg IceTigers (GER)