4, 8, 19 und 25 – Bozen zieht vier legendäre Rückennummern zurück

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Der 20. September 2026 wird ein Datum sein, das man sich rot im Kalender markieren sollte – ein Termin, den sich kein Fan und kein Anhänger der Foxes entgehen lassen sollte. Vor dem ICEHL-Spiel gegen den EC Red Bull Salzburg am zweiten Spieltag der Meisterschaft findet eine Zeremonie statt, bei der offiziell vier Trikotnummern zurückgezogen werden. Sie gehörten Spielern, die die Geschichte der Weiß-Roten geprägt haben. Es handelt sich um die Nummer 8 von Rolando „Rolly“ Benvenuti, die 19 von Hubert Gasser, die 25 von Martin Pavlu und die 4 von Robert Oberrauch.

Vier Nummern von Spielern und Kapitänen, die über viele Jahre hinweg für Zugehörigkeit, Identität und eine besondere Art standen, Eishockey zu leben – eine Tradition, die Generationen von Fans geprägt hat. Es waren die Fans selbst, die anlässlich der Legends Night am 1. Oktober 2017 die zurückzuziehenden Nummern praktisch „nominiert“ hatten – einschließlich der Nummer 33. Das Trikot von Gino Pasqualotto war tatsächlich das erste, das die Decke der Eiswelle erreichte. Die Zeremonie fand am 24. Februar 2019 statt, wenige Monate vor dem frühen Tod des großen Champions.

Die Sparkasse Arena bereitet sich damit auf einen der bedeutungsvollsten Abende der vergangenen Spielzeiten vor. Es wird nicht nur eine Zeremonie sein, sondern auch die Gelegenheit, vier Protagonisten öffentlich wieder willkommen zu heißen, die mit ihren Nummern auf dem Rücken Bozen innerhalb und außerhalb des Eises repräsentiert haben. Gleichzeitig soll allen – auch den jungen Fans – in Erinnerung gerufen werden, was es wirklich bedeutet, dieses Trikot zu tragen.

Im Fall der Nummer 19 von Hubert Gasser, die derzeit von Brad McClure getragen wird, darf der kanadische Angreifer sie während seiner Karriere in Bozen weiterhin tragen. Sobald die Nummer anschließend nicht mehr verwendet wird, wird sie – ebenso wie die anderen drei Nummern – nicht mehr vergeben.

Das detaillierte Programm der Zeremonie wird in den kommenden Wochen bekannt gegeben. Viele legendäre Protagonisten, die es zu feiern gilt, und ein gemeinsamer roter Faden: die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart des HC Bozen.

 

Rolando „Rolly“ Benvenuti #8

Rolando Benvenuti, ein technisch hochklassiger Angreifer, wurde am 28. September 1950 geboren und trat in die Fußstapfen seines älteren Bruders Giancarlo, als er im Alter von 17 Jahren in die erste Mannschaft aufrückte. Er blieb 14 Spielzeiten in Folge bei den Weiß-Roten (1967–1981), die letzten sechs davon als Kapitän. In dieser Zeit gewann er vier italienische Meistertitel. Mit der Nationalmannschaft nahm er an acht Weltmeisterschaften teil: vier in der B-Gruppe und vier in der C-Gruppe.

 

Hubert „Hubi“ Gasser #19

Hubert Gasser wurde am 16. November 1953 als zweiter von drei Brüdern – Georg und Norbert, der ebenfalls Kapitän des HCB war und 15 Spielzeiten für den Verein bestritt – geboren. In der Saison 1970/71 rückte er in die erste Mannschaft auf und blieb dort ohne Unterbrechung bis 1984/85. Die letzten vier Jahre spielte er als Kapitän. Er erwies sich als äußerst treffsicherer Torschütze und gewann in seinen 15 Spielzeiten beim HCB nicht weniger als acht italienische Meistertitel. Mit der Nationalmannschaft nahm er an sieben Weltmeisterschaften teil: drei in der B-Gruppe und vier in der C-Gruppe.

 

Martin Pavlu #25

Martin Pavlu, einer der bedeutendsten Angreifer in der Geschichte des italienischen Eishockeys und eine absolute HCB-Legende, wurde am 8. Juli 1962 in Plzeň in der damaligen Tschechoslowakei geboren. Gemeinsam mit seinem Vater Jaroslav – dem „eishockeylichen Vater“ mehrerer Generationen von Bozner Spielern – zog er bereits als kleines Kind nach Bozen. Sein Debüt in der ersten Mannschaft des HCB gab er 1975 im Alter von gerade einmal 13 Jahren in einem sehr „brüderlichen“ Freundschaftsspiel gegen die Tschechoslowaken von TJ Škoda Plzeň. Zwei Jahre später begann er, auch in „ernsteren“ Freundschaftsspielen mitzuwirken. 1978 wurde er bereits als 16-Jähriger in den Kader der Mannschaft aufgenommen, für die er anschließend 25 Spielzeiten in Folge auflief – ein absoluter Vereinsrekord des HCB. Davon war er sechs Jahre Kapitän, bis 2003. Zu seinen Erfolgen zählen zwölf italienische Meistertitel (HCB-Rekord), eine Sechs-Nationen-Trophäe und eine Alpenliga. Mit der Nationalmannschaft nahm er an drei Olympischen Spielen teil (Albertville 1992, Lillehammer 1994 und Nagano 1998) sowie an elf Weltmeisterschaften, davon sieben in der A-Gruppe.

 

Robert Oberrauch #4

„The Chief“ wurde am 6. November 1965 in Bozen geboren. Als kleiner Junge wurde er von Gino Pasqualotto an der Hand zum Palafiera in der Romstraße gebracht. Sein Debüt in der ersten Mannschaft gab er in der Saison 1981/82. Ab der folgenden Saison gehörte er dauerhaft zum Team. Mit einigen kleineren Unterbrechungen verbrachte er insgesamt 16 Jahre im weiß-roten Trikot und beendete seine Karriere 1997/98 nach sieben Spielzeiten als Kapitän. Mit dem HCB gewann er acht italienische Meistertitel, eine Sechs-Nationen-Trophäe und eine Alpenliga. Mit der Nationalmannschaft nahm er an drei Olympischen Spielen teil (Albertville 1992, Lillehammer 1994 und Nagano 1998) sowie an zehn Weltmeisterschaften, davon sechs in der A-Gruppe. Außerdem hatte er die Ehre, von 1991 bis 1998 das „C“ des Kapitäns der italienischen Nationalmannschaft zu tragen.