Vom 12. bis 14. Juni war die Südtiroler Landeshauptstadt Schauplatz eines wichtigen Austauschs rund um Sicherheit, Prävention und medizinische Betreuung im Eishockey.
Vom 12. bis 14. Juni 2026 fand in Bozen das von der ICE Hockey League und der Alps Hockey League organisierte Medical Meeting statt, eine Veranstaltung, die den Themen Sportmedizin, Sicherheit und Prävention in der Welt des Eishockeys gewidmet war.
Das Treffen, an dem Ärzte, medizinische Verantwortliche und Vertreter der Ligen teilnahmen, bot eine wichtige Gelegenheit zum Austausch und zur Weiterbildung in Bereichen, die für den Schutz von Spielern, Staff und Publikum eine immer zentralere Rolle einnehmen. Im Mittelpunkt der Arbeiten standen die Analysen der Injury Reports der Saison 2025/26, mit einem vertiefenden Blick auf die häufigsten Verletzungsmuster, die aktuellsten Statistiken und Präventionsmaßnahmen, auch im internationalen Vergleich.
Breiter Raum wurde zudem dem Management von Notfällen auf dem Eis gewidmet, mit der Analyse der Standardprotokolle und praktischen Einheiten zur Erstversorgung auf dem Spielfeld, darunter Übungen zum „Rescue on Ice“ sowie Maßnahmen zur Herz-Lungen-Wiederbelebung. Das Programm behandelte außerdem das Thema medizinische Notfälle im Zuschauerbereich, mit einer Betrachtung der derzeit geltenden Verfahren, der rechtlichen Rahmenbedingungen und der möglichen Weiterentwicklung der Rolle eines eigens für die Zuschauer zuständigen Arztes.
Zu den weiteren Tagesordnungspunkten zählten die Ausbildung des Teamarztes, einschließlich Anforderungen, Qualifikationen und Best Practices, die Definition der Mindestausstattung für Notfallausrüstung, die Organisation des Ambulanzdienstes in der Alps Hockey League sowie die wichtigsten rechtlichen Aspekte in Bezug auf Versicherung, Dokumentation und Haftung.
Ein besonderer Fokus lag zudem auf der Regelung zum Halsschutz, mit einer Bewertung der Anwendung der Bestimmungen, möglicher Sanktionen und der Gesamtwirksamkeit dieser Maßnahme. Das Meeting endete mit einer Diskussion zur Überarbeitung des Medical Protocol, in der der aktuelle Stand bewertet, notwendige Anpassungen identifiziert und mögliche Weiterentwicklungsschritte erörtert wurden.
Die Organisation des Medical Meeting bestätigt die wachsende Aufmerksamkeit der ICE Hockey League und der Alps Hockey League für Sicherheit und Professionalisierung im medizinisch-sportlichen Bereich, mit dem Ziel, immer höhere Standards bei der Durchführung der Veranstaltungen und beim Schutz aller Protagonisten des Eishockeys zu gewährleisten.
„Dieses jährliche Meeting ist äußerst wichtig“, erklärt Dr. Christian Thuile, seit fast zehn Jahren Medical Coordinator des HCB Südtirol Alperia, „denn auch im medizinisch-sportlichen Bereich muss die Weiterbildung kontinuierlich erfolgen. Es ist eine Art ständiges Training: Sich auszutauschen, Erfahrungen zu teilen und Protokolle zu verbessern, ermöglicht es uns, immer auf dem neuesten Stand zu bleiben. All das kommt direkt den Spielern zugute, die auf immer höhere Standards in Bezug auf Prävention, Sicherheit und Betreuung zählen können.“
Im Rahmen des Meetings hatten die Ärzte und Pflegekräfte, die im Hotel Four Points by Sheraton in Bozen untergebracht waren, auch bei geselligen Anlässen die Gelegenheit zum Austausch: bei einem Abendessen im Gourmetrestaurant Kuppelrain in Kastelbell sowie am Abend des 12. Juni im wunderschönen Garten des Hotel Laurin in Bozen, wo ihnen vom Eigentümer Franz Staffler ein Abendessen spenidert wurde. Ihm gilt unser Dank für die freundliche und herzliche Gastfreundschaft.